Theatergruppe des Musikverein Hüttisheim e.V.

Die Bretter, die die Welt bedeuten….
Das Theaterspiel hat Tradition in Hüttisheim. War es in früheren Jahren der Sportverein und danach die Landjugend, die im „Kreuz“-Saal alljährlich Theaterstücke aufführten, so ist es jetzt der Musikverein.

Nach achtjähriger Pause knüpfte die Theatergruppe an die alte Hüttisheimer Theatertradition wieder an und ließ am 8. und 9. März 1997 das Theaterspiel in unserer Gemeinde neu aufleben. Seitdem gelang Regisseur Reinhold Fuger von Jahr zu Jahr immer wieder aufs Neue, begabte Laienschauspieler hervorragend in Szene zu setzen. Seit dem Theater im Jahr 2011 sind die zwei Regisseurinnen Maria Hardegger und Uschi Gerthofer in Reinholds Fußabdrücke getreten. Diese besondere Herausforderung haben die zwei bisher mit Bravour gemeistert. Inzwischen wurde das Regieteam um Vera Schmid ergänzt und stellt alljährlich wieder hervorragende Theaterperformance unter Beweis.

Verschiedene Gründe gaben den Ausschlag, dass man jetzt nicht mehr im „Kreuz“-Saal mit seiner eigenen Atmosphäre, sondern in der viel größeren Gemeindehalle spielt. Der zahlreiche Besuch bei den zwei Aufführungen am Wochenende machte es erforderlich, dass seit 2001 das Theater an drei Abenden aufgeführt wird.

Ein Markenzeichen des Hüttisheimer Theaterspiels ist zum einen das stets tolle Bühnenbild und zum anderen das gute Essen vor und während den Aufführungen.

Willst auch Du einmal Bühnenluft schnuppern? Wir freuen uns immer über neue Gesichter – sei es als Bühnenbildner, als Souffleuse oder gar als Darsteller – alle sind herzlich Willkommen!

Im Archiv findet Ihr Inhalte und Aufführungstermine sowie auch Bilder (ab dem Jahr 2005) zu den Stücken, die die Theatergruppe schon zum Besten gegeben hat.

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Theater 2020 – Mit Schlafsack und Kamillentee

Es ist Urlaubszeit. Die Sonne scheint, am Badesee und in den Schwimmbädern sind Badeschönheiten zu bewundern, alles könnte für Gottfried und seinen Freund Oswald so schön sein! Wäre da nicht ein Versprechen, das die beiden Freunde ihren Ehefrauen zum 50. Geburtstag gegeben haben. Und dieses Versprechen fordern Olga und Klothilde, nachdem sie jahrelang ruhig gehalten haben, in diesem Sommer vehement ein. Nach Jahren auf „Balkonien“ wollen sie in diesem Jahr den besonderen Urlaub, ihren Traumurlaub: 14 Tage Luxus pur auf der AIDA!

Oswald hat zuhause keine ruhige Minute mehr und Gottfried ist vorsichtshalber bereits vor Wochen erkrankt. Neben Leber, Galle, Magen und Bandscheibe ist sein Blutdruck außer Rand und Band und ein Herzinfarkt könnte jeden Moment seinem Leben ein Ende bereiten.

Die Herren sind nicht bereit, auch nur einen Cent ihres sauer verdienten Geldes für diese „gefährliche“ Reise zu verschwenden. Setzt man nicht angesichts von lediglich fünf Rettungsbooten auf der AIDA sein Leben aufs Spiel! Doch kein Argument kann die Frauen überzeugen und ausgerechnet in der Woche, in der die Herren bei den alljährlichen Mehrkampfmeisterschaften an den Start gehen wollen, soll der „Kutter“ in See stechen.

Nun ist guter Rat teuer! Gemeinsam mit Sohn Klaus und dem Polizisten Franz ersinnen die leidgeprüften Ehemänner einen Plan. Olga und Klothilde gewinnen im Radio völlig unverhofft einen Traumurlaub, der nach den Bedingungen des Senders auch angetreten werden muss: einen Campingurlaub im 2 Kilometer entfernten Nachbarort! Der Jubel hält sich bei den Frauen in Grenzen und auch bei Gottfried machen sich bald erste Zweifel breit, ob seine ramponierte Bandscheibe 14 Tage Luftmatratze und sein geplagter Magen den Entzug von Kamillentee übersteht!

Und so kommt es, dass sich die gesamte Reisegesellschaft, mehr oder weniger freiwillig, im Wohnzimmer der Pfennings unter „Echtbedingungen“ auf den Campingurlaub vorbereitet. Schlafzimmer und Küche werden zum Sperrgebiet erklärt, die Toilette durch ein Dixi-Klo ersetzt und um die Stimmung auf einem Campingplatz möglichst echt einzufangen, werden zwei Kosmetikvertreterinnen kurzerhand als „Holländerinnen“ engagiert.

Doch Frauen, die sich etwas in den Kopf gesetzt haben, kennen auch Mittel und Wege, um ihr Ziel zu erreichen. Aber spätestens im zweiten Frühling laufen auch Männer zu Hochform auf…!